Die WISE GUYS am Tanzbrunnen Samstag, 22. + Sonntag, 23. Mai 2004 Anmerkung: Da ich an beiden Tagen hinter der Bühne gearbeitet habe und darum die Details um die Konzerte herum nicht mitbekommen habe, gibt es hier nur
einen informativen Kurzbericht.Es war Freitag, das Tanzbrunnenwochenende stand unmittelbar bevor, und es regnete den ganzen Tag über dick vom dunkelgrauen Himmel herunter. Außerdem war es nach den ersten warmen
Sommertagen wieder empfindlich kalt geworden. Aber irgendwie schien die Wetterfee nur mal ein bißchen schocken zu wollen und schickte die Regenwolken am nächsten Morgen nach Spanien, wo sie die Hochzeit des Thronfolgers
Felipe mit Wolkenbrüchen unterstützten. In Köln blieb es trocken und wurde es sogar immer sonniger. Nur die kalte Luft wollte unbedingt bleiben und zog erst am Sonntag langsam weg. Die ersten Fans saßen an beiden Tagen früh vor den Toren, sahen den vorbeikommenden
Technikern und Helfern zu, winkten La-Ola-Wellen und notierten genau, wann welcher Wise Guy das Gelände betrat. An den Vormittagen wurden die Konzerte schon früh vorbereitet. An der Bühne wurde die Technik
getestet, Scheinwerfer und Videowand mussten eingestellt, Kameras aufgebaut, Kabel verlegt und alles miteinander koordiniert werden.
Im Backstagebereich wurden Brötchen
geschmiert, Getränke kaltgestellt und Kaffee gekocht. Ein großer Zeitplan hing an der Wand, und ziemlich viele Leute hatten zu tun, damit das große Open-Air Konzert mit den fünf
a-cappella-Sängern, die am Nachmittag einfach mal ohne Instrumente singen wollten, stattfinden konnte.
Die Kameraleute trafen ein, guckten sich die
vorhanden Kameras an und teilten die Positionen unter sich auf. Sie waren zusammen mit der Bildregie dazu da, um während der Konzerte Bilder für die Live-Übertragung auf die Videoleinwand zu bringen.
Wer einen Backstagepass hatte, durfte den von
wichtig guckenden Ordnern bewachten Bereich betreten, dort Brötchen essen, Kaffee trinken und einen Blick auf’s Autorennen im Fernsehen werfen. Dafür musste er aber vor, nach und teilweise während
der Konzerte arbeiten. Pass hieß also im Regelfall: Nah an den Brötchen und den Wise Guys zu sein, aber dafür arbeiten zu müssen.
Es war allerdings nicht nötig, dass die Besitzer eines
Backstagpasses auch sofort verstanden, was drauf stand. Ein gequält gegrinstes: “Aaaaaah!” zeigte an, das wieder jemand kapiert hatte, was mit der zweiten Zeile gemeint war. Ich hatte die sofort begriffen, obwohl ich blond bin, aber ich denke ja auch im täglichen Leben ziemlich quer:
Während der Vorarbeiten trudelten die Wise Guys nach und nach ein. Sehr entspannt konnten sie noch einen Kaffee trinken, neue T-Shirts anprobieren und vorführen und einen Blick in die Zeitung werfen. Es gab
keinen Stress, überall wurde in Ruhe vorbereitet, alles war gut organisiert. Selbst als am ersten Tag gegen Mittag in einem Gerät der Bildregie etwas knallte, rauchte und danach sämtliche
Funkverbindungen zu den Kameras weg waren, blieb die Stimmung gelassen. Beim Soundcheck war der Blick bis zum Brunnen noch frei. - “Ist ja noch ziemlich leer hier.”
“Hier brummt was!”
Erik Sohn gab letzte Tipps - “Singt doch einfach mal SCHÖN!”
Die Kameraleute probierten die Kameras aus.
“Hier ist ‘ne Kante im Boden, da ruckelt die Kamera, wenn ich drüberfahre!”
Die Nebelmaschine wurde angeworfen - “Das war *hust* etwas zu viel!” Die Bildregie wurde durchgecheckt - “Ich seh alles, aber ich hör immer noch nichts.”
Da der Einlass zweieinhalb Stunden vor dem Konzert begann, musste der Soundcheck pünktlich
beendet werden. Die letzten Kabel wurden gesteckt, die Funkverbindungen zu den Kameras funktionierten, die Ordner an den Toren zückten die Schlüssel, und die Beteiligten zogen sich in
den Backstagebereich zurück, um letzte Vorarbeiten zu erledigen und sich vor dem Konzert noch etwas zu entspannen.
Vorne warteten die ersten Fans .......
...... und hinten die Wise Guys.
In der Zeit vor dem Konzert liefen die aktuellen Clips zu “Früher”, “Ohrwurm”, “Nix wie weg hier”
und ein Special-Clip, in dem viele Fans “Jetzt ist Sommer” sangen. Eine Minute vor Konzertbeginn brachte ein rückwärts laufender Einzähler, der auf der Videowand in Sekundenabständen von 60
bis 0 zählte, die Besucher im Tanzbrunnen in Stimmung. Eine große Menschenmenge rief die Zahlen immer lauter mit, und der Jubel ging los, als die Wise Guys pünktlich auf der Bühne
erschienen. (Wobei das Publikum am Samstag etwas zu schnell zählte und die Wise Guys schon bei “1” rauskamen, weil sie laut die “Null” gehört hatten.)
Die Stimmung war an beiden Konzerttagen sehr schön. Es herrschte gute Laune, es gab lachende Gesichter, viel Mitgesinge und eine tolle Stimmung. Bei “Live and let die” knallte die Pyrotechnik an
der Bühnenkante los, erschreckte die unvorbereiteten Fans und war richtig klasse. Mehr als 11.000 Besucher waren am ersten Tag da, 9000 am zweiten, und die Ordner waren sehr begeistert, weil
sie selten Konzerte mit so netten und unaggressiven Fans hätten. Gut gelaunt und oft mit der neuen Single “Früher” in der Tasche, verliessen die Besucher nach den Konzerten langsam und zum Teil
den “Ohrwurm” singend das Gelände und hatten einen sehr schönen Tag und ein langes Konzert erlebt.
Das Programm am Samstag:
Weil ich ein Kölner bin Mädchen lach doch mal Ruf doch mal an
Sonnencremeküsse Was für eine Nacht Früher Nix wie weg hier Das war gut Alter Schwede Wo der Pfeffer wächst Powerfrau Nur für dich Deutscher Meister
Ohrwurm
Einer von den Wise Guys Chocolate Chip Cookies Jetzt ist es zu spät Die Bahn kommt Du gehst mir nicht mehr aus dem Kopf Du Doof Sing mal wieder King of the road Achtung! Ich will tanzen!
Jetzt ist SommerLive and let die Rasier dich Meine heiße Liebe Nein, nein, nein Wonderful world Ohrwurm-Reprise
Am Sonntag war das letzte Stück im zweiten Teil “Meine heiße Liebe”, und “Jetzt ist Sommer” kam in den Zugabeteil, der dann so aussah: Live and let die Rasier dich Nein, nein, nein Kinder
Jetzt ist Sommer Ohrwurm-Reprise Am Samstag gab es nach dem Konzert eine Aftershow-Party im Tanzbrunnen-Theater. Es wusste
keiner so richtig, wie die werden würde und ob sich das wirklich lohnte, aber es war der Hammer. Ein voller Saal, richtig gute Musik, eine Masse von tanzenden Leuten, und irgendwann auch die
Wise Guys mittendrin. Nicht ganz privat, denn sie wurden natürlich beobachtet und sobald sie irgendwo tanzten, bildeten sich Kreise von zufällig auch dort tanzenden Mädchen um sie, aber es
machte trotzdem viel Spaß. Hin und wieder wurden sie angesprochen oder mussten mal kurz die Tanzerei unterbrechen, um ein Autogramm zu geben, aber insgesamt war es eine lockere, schöne Party, die wirklich Spaß machte.
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