JÜRGEN BECKER
Kabarettist

In Köln geboren und aufgewachsen, erlebt Jürgen Becker eine wechselvolle Schul- und Berufsgeschichte. Während des Studiums der Sozialarbeit entwickelt er 1984 mit Kommilitonen die Idee zur legendären Kölner “Stunksitzung”, deren Präsident er bis 1995 ist. In dieser Zeit macht er zusätzlich Kabarett und geht mit dem ersten eigenen Programm auf Tour. Seit 1992 moderiert er die “Mitternachtsspitzen” im WDR-Fernsehen, führt daneben regelmäßig Kabbarettprogramme auf und arbeitet dabei auch mit anderen Künstlern zusammen. Seine Auftritte sind geist- und witzreich, augenzwinkernd gibt er die gewagtesten Thesen von sich, er hat eine verblüffende Logik und findet immer wieder zum roten Faden zurück. In seiner offenen, lockeren Art bleibt er dabei weit von flacher Comedy entfernt.

Aufgaben:
1984 - 1995  Präsident der “Stunksitzung”
1988 - 1991 Mitglied bei “3 Gestirn Köln 1”
seit 1992  “Mitternachtsspitzen” WDR-TV
seit 1992  “Frühstückspause” (mit Didi Jünemann), WDR 2

Programme:
1991  Biotop für Bekloppte
1994-1997  Es ist furchtbar, aber es geht (mit Rüdiger Hoffmann)
1998  Da wissen Sie mehr als ich!
2002  Unger uns (mit H.-J.Berk, W. Jaegers und Martin Stankowski)
2003  Frühstückspause (mit Didi Jünemann)

CDs:
1993  Biotop für Bekloppte
1995  Es ist furchtbar, aber es geht (mit Rüdiger Hoffmann)
1995  Jürgen Becker darf nicht singen
1998  Da wissen Sie mehr als ich
2001  Unger uns (mit Berk, Jaegers, Stankowski)
2003  Frühstückspause (mit Didi Jünemann)

Bücher:
1995  Biotop für Bekloppte
1997  Es ist furchtbar, aber es geht (mit Rüdiger Hoffmann)
1998  Da wissen Sie mehr als ich
2000  Sonst landest du in der Glosse (mit Wolfgang Schmitz)
2001  Frühstückspause (mit Didi Jünemann)


www.juergen-becker-kabarettist.de


DER FRAGEBOGEN:

Was antwortest du auf die Frage: „Was machen Sie beruflich?“
Ich bin freiberuflich. Das klingt nach frei und so ist es ja auch. Ich kann tagsüber im Cafe sitzen und mir dabei das Geld für den Kaffee im Cafe verdienen, ohne zu kellnern. Cafehauskellner könnt ich mir aber auch vorstellen. 

Bist du in einem künstlerischen Umfeld aufgewachsen?
Meine Mutter war Verwaltungsangestellte und mein Vater war KFZ-Mechaniker und LKW-Verkäufer bei Mercedes-Benz, also beides künstlerische Berufe.

Wann hat sich bei dir gezeigt, dass du in diese berufliche Richtung tendierst?
Ich bin in der Schule zweimal sitzen geblieben und habe deshalb nach der Zehn eine Lehre begonnen: Graphischer Zeichner bei 4711. Anschließend bin ich über den 2. Bildungsweg in die Fachhochschule für Sozialarbeit eingedrungen, um dort mit Kommilitonen die Stunksitzung zu gründen.

Wann und in welcher Situation hast du dich bewusst für diesen Beruf entschieden?
Als Präsident konnte ich dort immer gut üben und nach vier Jahren habe ich gedacht, das war jetzt auch eine Lehre, jetzt haste noch´n Beruf.

Was würdest du jetzt beruflich machen, wenn du nie Erfolg gehabt hättest?
Cafehaus-Kellner, so wie in Wien oder Salzburg. Da ist das kein Studentenjob, sondern ein angesehener Beruf, der mit Würde und Humor verrichtet wird.

Du bekommst Miete und alle Nebenkosten für ein Jahr bezahlt. Bedingung: Du darfst während dieser Zeit nicht auftreten. Gehst du darauf ein?
Natürlich nicht. Miete zahle ich jetzt auch nicht.

Was macht dir an deinem Beruf große Freude?
Das Lachen der Leute. Applaudieren kann man auch aus Höflichkeit, Lachen ist fast immer echt.

Auf was könntest du locker verzichten?
Auf die Zuschauerpost.

Was würdest du gerne so richtig gut können?
Kochen wie ein Sternekoch. 

Was würdest du machen, wenn du durch eine plötzliche 10-Millionen-Erbschaft für den Rest deines Lebens finanziell unabhängig wärst?
Ich bin froh, dass das bei mir nicht passieren wird.

(Antworten vom Februar 2004)
 



(Foto geholt aus dem Internet, der Fotograf ist mir leider unbekannt)

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