MANFRED MAURENBRECHER
Liederschreiber und Sänger, Geschichtenschreiber

In Berlin geboren und aufgewachsen macht Manfred Maurenbrecher als Kind zunächst Entdeckungsreisen auf dem Tretroller, studiert später, reist, schreibt Texte und Songs, promoviert in Germanistik und gibt Konzerte. Relativ spät “entdeckt” macht er 1982 seine erste Platte, schreibt Songtexte u.a. für Spliff, Hermann van Veen und Ulla Meinecke, fertigt Rundfunkfeatures u.a. für RIAS Berlin, WDR, NDR und DLF, moderiert die ‘Unterhaltung am Wochenende’ im WDR, macht Gemeinschafts- und Solotourneen, schreibt Drehbücher zu Folgen von ‘Cobra Elf’ bei RTL, macht das ‘Mittwochsfazit’ mit seinen Kollegen Horst Evers und Bov Bjerg, bekommt Kleinkunstpreise und ist immer noch auf Entdeckungsreisen. Manfred Maurenbrecher wirkt sanft, aber trotzdem sehr unbeugsam. Faszinierend bei seinen Konzerten ist der Kontrast von ‘laut’ und ‘leise’, ‘rauh’ und ‘zart’, den oft ganz sanften, empfindsamen Texten und dem Belastungstest für Klaviere. 

 
CDs:
2004  Ende der Nacht
2002  Mittwochsfazit II (mit Evers und Bjerg) 
2002  Gegengift
2001  Hey Du - Nö! (mit Richard Wester)
2001  Mittwochsfazit (mit Evers und Bjerg)
1999  Weisse Glut (mit PULS, Wester, Evers und Bjerg)
1997  LieblingsSpiele
1996  Kakerlaken
1991  Das Duo live (mit Richard Wester)
LPs:
1986  Schneller leben
1985  Viel zu schön
1983  Feueralarm
1982  Maurenbrecher

Texte:
2000  Ballade vom kleinen Doppelleben (Textsammlung)
1990  Tür zu. Stimmen! (Textsammlung)
1989  Fast sowas wie Liebe (Roman)

Programme:
2002  Gegengift
1997  LieblingsSpiele
seit 1996 regelmäßig ‘Mittwochsfazit’ mit Horst Evers und Bov Bjerg
1994  Küsse und Kakerlaken
1992  Freiheit ist ein Augenblick
1992 Doppelkopp (mit Gerhard Rüdiger Gundermann)
1989-1992 Das Duo (mit Richard Wester)
1987 Drei Männer im Schnee (mit Thommie Bayer und Richard Wester)


www.maurenbrecher.com


DER FRAGEBOGEN:

Was antwortest du auf die Frage: „Was machen Sie beruflich?“
Geschichten am Klavier erzählen, Texte schreiben.

Bist du in einem künstlerischen Umfeld aufgewachsen?
Die Großeltern Schauspieler, die Eltern beide Bibliothekare. Aber alles zurückgezogene, 'unberühmte' Leute.

Wann hat sich bei dir gezeigt, dass du in diese berufliche Richtung tendierst?
Eigentlich ab 15, aber ich war eher scheu und wollte nicht vor ein Publikum. Glaubte, ich würde so etwas wie ein Archivar oder Forscher werden.

Wann und in welcher Situation hast du dich bewusst für diesen Beruf entschieden?
Spät, nämlich mit 31. Vorher hatte ich hobbymäßig Musik gemacht, gleichzeitig in Germanistik promoviert. Sollte eine Ausbildungsstelle an der westberliner Staatsbibliothek bekommen. Gleichzeitig hatte mir Herwig Mitteregger von Spliff (der mich in einer Pizzeria gehört hatte), am Telefon mitgeteilt, er würde gern eine Platte mit mir produzieren. Am nächsten Morgen war das Vorstellungsgespräch in der Stabi. Bei einer arroganten Frage des Ausbilders bin ich aufgestanden und habe gesagt: "Geben Sie die Stelle doch einem andern, ich werde ins Showgeschäft gehen..." Natürlich wusste ich damals nicht, dass das eine lebenslange Entscheidung gewesen ist.

Was würdest du jetzt beruflich machen, wenn du nie Erfolg gehabt
hättest?
s.o.

Du bekommst Miete und alle Nebenkosten für ein Jahr bezahlt.
Bedingung: Du darfst während dieser Zeit nicht auftreten. Gehst du darauf ein?
Ja, denn ich versuche seit Jahren, einen Roman zuende zu schreiben, was mir wegen der vielen Verzettelungen nicht gelingt. Ein Jahr würde reichen... (wer vergibt denn das Stipendium??)

Was macht dir an deinem Beruf große Freude?
Die Direktheit, zu der ich gezwungen bin - andern und mir selbst gegenüber.

Auf was könntest du locker verzichten?
Werbung, Budgetverhandlungen, Steuerkram usw.

Was würdest du gerne so richtig gut können?
Häuser bauen, Schiffe lenken

Was würdest du machen, wenn du durch eine plötzliche 10-Millionen-Erbschaft für den Rest deines Lebens finanziell unabhängig wärst?
Ein paar blöde Jobs weniger, sonst erstmal gar nichts anderes - jeden
Winter aber wohl eine Reise auf die andere Kugelhälfte.

 


(Antworten vom August 2004)
 



(Foto von Anette Dewitz)

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