PRIVAT-NEWS                                                  


10.August 2008
Meine Wohnung ist zu voll. Darum stehe ich an einem Sonntag mit vielen Kisten auf einem Flohmarkt. Mit dabei meine geliebte, aber immer wieder erschreckende und zudem viel Platz einnehmende Schaufensterpuppe. Sie erweckt sofort Interesse und schnell hat ein Mann sie gekauft. Allerdings bittet er, sie noch etwas stehenlassen zu dürfen, weil er sie erst etwas später abholen möchte. Kein Problem. Viele Leute fragen danach noch, was die Schaufensterpuppe kosten soll und ich sage jedesmal, dass sie schon verkauft ist. Eine Frau ist darüber sehr enttäuscht. Wir unterhalten uns sehr nett und sie ärgert sich, dass sie nicht früher da war. Fünfzehn Minuten später kommt sie mit schnellen Schritten zurück an meinen Stand gelaufen und sagt strahlend: “Wissen Sie, wer die Puppe gekauft hat? - Mein Mann!” Ein glückliches Ehepaar holt die Puppe ab und tröstet mich mit ihrer Freude über den Verlust hinweg.



23.Dezember 2007
Zu wenig Aufregung im Leben? Wir haben die Lösung gefunden:
Eine nette Schaufensterpuppe!
Seit die Dame bei uns im Wohnzimmer steht, zucken wir erschreckt zusammen, wenn wir das Zimmer betreten, kippen vor Schreck fast vom Stuhl, wenn wir uns vom Computer umdrehen und sie still und bewegungslos schräg hinter uns steht und halten sie in der ersten Schocksekunde immer wieder für eine Person, die in unserem Wohnzimmer ganz sicher nichts zu suchen hat. Inzwischen haben wir so viel sinnlose Aufregung durch sie, dass sie meistens mit einem Tuch abgedeckt in der Ecke stehen muss. Einer unserer Söhne hat sie sogar mal kurzentschlossen mit dem Gesicht nach unten unter den Tisch gelegt, weil er sich dreimal nacheinander beim Betreten des Wohnzimmers total erschreckt hat. Wieso gewöhnen wir uns einfach nicht an sie? Sie sieht so nett und harmlos aus, aber ihre Unbewegtheit wirkt im ersten Moment erschreckender und bedrohlicher, als wenn ein echter fremder Mensch unerwartet im Zimmer stehen würde. Vermutlich muss sie auf den Speicher umziehen, wo sie uns weit seltener erschreckt. Dann aber vermutlich richtig stark, denn was hat eine unbewegliche Frau auf dem dunklen Speicher zu suchen?



22.November 2007
In letzter Zeit war ich öfter mal nachts alleine mit dem Auto unterwegs und hörte dann im Radio das Nachtprogramm von WDR 3. Es löste bei mir immer extrem gute Laune aus, denn dort war dann moderne Musik mit klassischen Instrumenten zu hören. Einmal kratzten 10 Geiger und zwei Cellisten lange ungefähr um das C und das Cis herum, was sie vermutlich ohne Dirigenten und tempomäßig nach individuellem Gefühl machten. Sie hörten sich exakt wie eine Anfängerklasse von Streichern im Grundschulalter an. Ich grinste breit und fühlte mich auf einsamer, nächtlicher Landstraße wie von gruseliger Filmmusik unterstützt. “Quiiiek, Quiiiiek, Kraatz”. Ein Zombie, der mit flatterndem Hemd plötzlich vor das Auto springt, hätte optisch gut gepasst.
Bei der letzten Fahrt spielten drei verschieden besetzte Streichensembles gleichzeitig in unterschiedlichen Tonarten, unterschiedlichen Tempi und unterschiedlichen Taktangaben. Der Radiosprecher erklärte das Stück vorher und löste einen vergnügten Lacher bei mir aus, als er ganz seriös und ernsthaft sagte: “Beim mittleren Ensemble ist hin und wieder eine Melodik zu erahnen.” Vermutlich bin ich zu blöd für diese Art von Musik, aber immerhin macht sie mir Spaß!



18.September 2007
Einer meiner beiden Lieblingssöhne sagt zu mir in freundlich-süßlichem Ton: "Man ist immer so alt, wie man sich fühlt!" Ich lächel noch geschmeichelt, da grinst er hinterher: "Egal, wie man aussieht!"



11.Juli 2007
Mein erprobter Haushaltstipp: “Wie erspare ich mir das Flicken zerrissener Kinderkleidung?”
Fast jede Mutter kennt das Problem, dass die Kinder mit Rissen in Pulloverärmeln, defekten Reißverschlüssen in Jeans und Löchern in T-Shirts nach Hause kommen. Meine bewährte Problemlösung: Ich wasche die Teile, lege sie ordentlich zusammen und stapel sie in einem Wäschekorb. Diesen stelle ich in eine wenig genutzte Abstell-Ecke. In der folgenden Zeit lege ich weitere Gegenstände darauf ab, die ich nur höchst selten brauche, wie Strandlaken, extrem große oder extrem kleine Koffer und Rucksäcke in pink, die keiner benutzen möchte. Wenn ich dann Jahre später bei einer Aufräumaktion bis zum gefüllten Wäschekorb vordringe, sind die Kinder aus den Klamotten rausgewachsen, so dass sich ein mühsames Flicken erübrigt.



6.Februar 2007
Ich habe eine Kettensäge und starte gleich zum ersten Massaker. Zumindest die Bäume in meinem Garten würden diese Tätigkeit so bezeichnen. Der Motor brummt, die Sägespäne fliegt nach allen Seiten, dicke Äste krachen donnernd zu Boden und ich hinterlasse eine Schneise der Verwüstung. Sogar der 60 Jahre alte Kirschbaum muss dran glauben und bekommt die oberen 40 Jahre abgesägt. Ein kurzer Blick von mir entscheidet, was stehen bleiben darf und was umgesägt wird Im Zweifelsfall säge ich kurzentschlossen um, weil ich gerade so gut drin bin und es so viel Spaß macht. Nicht dass es danach in meinem Garten besser aussähe, die vielen abgesägten Äste liegen quer durcheinander auf dem Boden, es ist mühsam darüber zu klettern und es sieht aus wie nach einem Tornado. Der Tornado bin ich. Kettensägen könnte mein Hobby werden. Ich befürchte nur, dass mein Garten nicht mehr lange genug Aktivitätsmöglichkeiten für mich bietet. Den Zweiflern in meiner Familie - “Mama, der Kirschbaum sieht jetzt scheiße aus!” - sei gesagt: Das wird alles ganz toll werden!




19.Januar 2007
Es scheint ein glücklicher Tag zu sein. Der Orkan der Vornacht hat nur fünf Dachziegel vom Dach geworfen und ließ die anderen - entgegen meiner Befürchtung - ordungsgemäß liegen. Dafür warf er einen Teil des Pflaumenbaumes auf meinen Grillplatz, aber sauber VOR den Grill und nicht DARAUF.
Einer plötzlichen Eingebung zufolge rief ich zwei Wochen früher als geplant in einem Ferienpark an, und erwischte gerade noch die letzten freien Ferienhäuser für unser langes Wochenende. (Ich brauchte vier Häuser und es gab noch genau vier!)
Am Mittag kamen die Kinder mit ihren Zeugnissen nach Hause und der eine, eher unsportliche Sohn hatte nicht mal die Fünf in Sport, die ihm sein Lehrer wegen “Faulheit” angedroht hatte. Dafür hatte sein Klassenkamerad eine schöne 2 in Religion, obwohl der kein “Religion” im Stundenplan hat und dort nie im Unterricht aufgetaucht ist.
Und den ganzen Tag über grinste ich über den blödsten Spruch des Vorabends, als eine junge Frau im “Quiz-Taxi” ihren Handyjoker fragte: “Aus welchem Tier macht man die Froschschenkel?”




2.Dezember 2006
Es ist alles relativ. Ich gehe durch eine Straße und sehe, dass ein großes Müllauto am Gehsteig hält und ein kleines Mädchen aus dem Führerhaus herausgehoben wird. Am Straßenrand steht eine ganze Familie, nimmt das Mädchen lachend an und wirkt insgesamt sehr gut gelaunt. Im Vorbeigehen bekomme ich mit, dass der große Sohn der Familie am Steuer des Müllwagens sitzt, in diesem Moment fest auf die Hupe drückt und stolz wie Oskar, breit grinsend losfährt. Jubelnd und winkend feiert die Familie ihn, bis er um die Ecke gebogen ist. Vermutlich hat er einen Job als Müllwagenfahrer bekommen, was in dieser Familie so viel Freude auslöst, wie in anderen ein Einser-Abitur oder ein Doktortitel. Die Begeisterung der Familie ist echt und groß und ansteckend. Ich kann mir genau vorstellen, wie sie stolz erzählen, dass der Sohn jetzt Fahrer bei der Müllabfuhr ist und dabei vor Freude fast platzen. Richtig so, denke ich und ändere einige meiner Wertmaßstäbe. Es ist alles relativ, und ein Job als Müllwagenfahrer kann wirklich das große Glück sein.



20.September 2006
Bügelfreie Hemden sind eine tolle Erfindung. Abgesehen davon, dass man sie tropfnass aufhängen soll (wo bitte soll ich 8 bis 10 tropfnasse Hemden aufhängen?) muss ich dann - laut Anleitung - nur noch die Kragen und Nähte glatt streichen und folgenden Tipp vom anhängenden Schildchen befolgen:















6.August 2006  


Allerley Spektaculum und Kurzweyl, wohlfeile Waren, Tafeleyen, Musik und liebliche Taentze auf dem mittelalterlichen Markte. Und wir mittendrin.

Abtauchen ins Mittelalter.















18.Juli 2006   Im Zoo werden immer mehr Gehege verwinkelt und möglichst grün zugewachsen angelegt. Das ist dann zwar sehr schön für die dort wohnenden Tiere, macht den Besuchern aber das Besichtigen schwer, weil man oft nichts zum Besichtigen sieht. Ich weiß dann nicht, ob ich das Tier im hohen Gras blöderweise nur nicht erkenne, ob es sich gerade im Innenstall den Bauch vollhaut, oder ob es vor einem halben Jahr verstorben ist und versehentlich niemand das Schild am Gehege entfernt hat.
Originalgespräch eines jungen Paares neben mir:
Er: “Und dann links neben dem Baum - da ist der Felsen. Und daneben ist der kleine Busch. Noch ein bißchen links, da ist dieses hohe Gras. Und direkt dahinter siehst du ein Ohr!”
Sie (freudig): “Aaaaaaaa!”

Auch sonst geben aufgeschnappte Zitate die Atmosphäre im Zoo gut wider:

(Mutter mit Kind)
(sauer) “Marvin, hör jetzt mit dem Scheiß auf, sonst ziehe ICH den Bollerwagen!”
(süß) “Marvin, steh auf! Mama geht jetzt bei die Pinguine und guckt wie die gefüttert werden.”
(drohend) “Marvin, Mama geht jetzt!!”
Marvin: “Räbäääääääh!!”

(Paar bei den Flamingos)
“Guck mal, rosa Enten!”
“Nee, das sind Pelikane!!”

(Zwei ältere Damen auf den Wegen)
“Und das muss alles sauber gehalten werden!”

(Kind)
“Mama, die Affen stinken!”
(Mutter)
“Puh, ich muss hier raus!”

(Ein Vater zu seinem Sohn, während ein Waschbär durch 2 cm flaches Wasser läuft)
“Guck mal, der Waschbär schwimmt!”

(aus der Ferne)
“MARVIIIIIN!”




1. März 2006   Um den Laptop optimal zu schützen, kaufen wir einen stabilen Alukoffer, der härteste Behandlungen aushalten und das kostbare Gerät vor jeder Verletzung schützen soll. Als er mit der Post kommt, staunen wir nicht schlecht, denn die Verpackung trägt für den Versand einen großen Warnaufkleber:




27. Februar 2006  Da hatte ich mich so schön aufgebrezelt beim Rosenmontagsball, wo ich die Leo-Löhr-Band hören wollte, doch kaum nehme ich die wunderbaren Zähne für eine Entspannungspause aus dem Mund, werde ich sofort von einem Herrn, den ich mir ganz sicher nicht selber ausgesucht hätte, zum Tanzen aufgefordert. Mein spontaner Gedanke: “Hätte ich nur die Zähne drin gelassen!!!”

Ansonsten war Karneval sehr schön. Eine schöne Party, ein schöner Leo-Löhr-Abend, beide für mich kürzer als sonst, aber klasse. Und über Kommentare wie: “Meine Güte, bist du hässlich!” oder spontane Lachanfälle habe ich mich richtig gefreut.






5. Dezember 2005  Bastian (fast 15) findet manches Verhalten seiner Schulkameraden blöd und beschließt: “Pubertät ist was Doofes. Da mach ich gar nicht erst mit.” Wie schön!





4. August 2005
   
Urlaub!














Tolle Bauwerke, interessante Erdhügel, blauer Himmel, Picknick mit frischen Tomaten und Käse, Sitzprobe im Colosseum, ein Besuch der großen Thermen, Eiskaffee unter Sonnenschirmen in der Altstadt...

... und abends wieder zu Hause, weil es bis zum archäologischen Park in Xanten gar nicht so weit ist.




Juni 2005
Es ist eigentlich ganz einfach - man muß es nur können! (Thomas Dewitz)





7. Februar 2005 
Aufmotzen für den “Ball der Peinlichkeiten” wo die fünf Musiker von “Leo Löhr’s Oldie Quartett” Live-Musik machen. (Wir sind persönliche Fans von Keyboarder und Frontman Leslie Organetto, aber die ganze Truppe ist klasse und macht fetzige 60er-Jahre Musik.)






6. Februar 2005  Seit Wochen schneide ich einen Film nach dem anderen - und das täglich mehrere Stunden lang, auch am Wochenende. Natürlich sammeln sich in der Wohnung immer mehr Stapel, die mal sortiert werden müssten, aber alles geht eben nicht. Bastian sitzt am vollen Küchentisch und fragt gespielt (!) vorwurfsvoll: “Mama, willst du nicht mal wieder aufräumen?” Ich verweise auf die Filme, die noch warten, dass wir die zuverlässig erledigen wollen und schließlich hin und wieder auch Geld damit verdienen. (Außerdem macht es mir mehr Spaß als langweilige Hausarbeit, aber dass muss ich ihm nicht sagen, das weiß er.) Sehr ernsthaft argumentiert er: “Ist es nicht viel kostspieliger, wenn ich später mal eine Staublunge habe, die medizinisch behandelt werden muss?”
Nach meinem Lachanfall schlage ich vor, dass er mal spülen könnte. “Ach, Mama, ich bin so mit meiner Schule gefordert. Dieser unglaubliche Druck ständig gute Noten nach Hause zu bringen. Du kannst dir das gar nicht vorstellen!” und er zieht grinsend ab in sein Zimmer, um die freien Karnevalstage zu genießen.


 

15. Dezember 2004  Ich (Anette) will in Berlin eine typische Berliner Currywurst essen. Eigentlich esse ich die gar nicht so gerne, aber in Berlin scheint mir das plötzlich angebracht und passend zu sein.
“Eine Currywurst, bitte!”
“Mit Daam oda ohne Daam?”
“Was ist denn der Unterschied?”
“Na, die eene is mit Daam, die andere is ohne Daam, wa.”
“Äh, dann mit Darm, bitte.” (Hört sich nicht so lecker an, aber die andere sieht so labbelig aus.)
“Mit Brötchen oder ohne Brötchen?”
“Mit.” (Ich grinse vor mich hin und frage lieber nicht nochmal nach dem Unterschied.)


 

2. Dezember 2004  Ich liebe den schwarzen Humor meiner Kinder! Bastian steht an der Spüle und spielt mit der Tür vom Küchenschrank herum. Als sie irgendwann einen Spalt breit offen stehen bleibt, drücke ich sie etwas genervt mit Schwung zu, und er zieht im letzten Moment seinen Finger heraus. Erschrocken entschuldige ich mich, aber er beruhigt mich ganz cool: “Kein Problem, Mama. Der Finger wäre ja gleich dahinter in den Mülleimer gekippt.”

 

9. Oktober 2004  Beim Warten an der Supermarktkasse höre ich, wie hinter mir ein Vater seinem Kleinkind sehr geduldig erklärt, dass das Spielzeug nicht gekauft wird. Mit sanfter, ruhiger Stimme redet er ununterbrochen: “Wir haben vorher entschieden, dass du das nur angucken darfst, dass wir das aber nicht kaufen. Du hast das ganze Kinderzimmer voll damit. Leg es bitte zurück. Wir haben da vorher drüber geredet und haben gesagt, dass wir das nicht kaufen....” Ich grinse vor mich hin und denke: Was für ein Bilderbuch-Öko-Vater, da höre ich, wie er mit der gleichen sanften Stimme sagt: “Oder soll ich dir erst wieder was hinter die Ohren geben?”



29. Juli 2004   Ich sage was es zum Mittagessen geben wird: “Reistopf mit Paprika und Hackfleisch.” Bastian guckt sehr begeistert und schlägt dann freundlich vor: “Könntest du aus dem Hackfleisch Frikadellen machen, den Reis als Spätzle kochen und die Paprika einfach weglassen?”

 

17. Juli 2004  Für unsere Konzert-Mitschnitte auf Video kaufen wir immer wieder Filmkassetten. An einem Abend gehen da für unsere Kameras locker 8 bis 10 Stück drauf, und im Regelfall stehen wir mit 20 oder mehr Kassetten an der Kasse eines Supermarktes.
Rüdiger kauft in einem anderen Laden die für uns sehr geringe Menge von 5 Kassetten.
Verkäuferin: “Mmmh, da haben Sie aber viel vor!”
Rüdiger: “Nee, die sind ganz schnell weg.”
Verkäuferin, ganz mitleidig: “Die ARMEN Leute!!”



20. Juni 2004  Katholikentag in Ulm, Sonntagmorgen im Hotel beim Frühstück. Zwei junge, gut gelaunte Nonnen in Tracht frühstücken am Nebentisch und unterhalten sich angeregt. Eine von ihnen steht auf und sagt, dass sie den Koffer holen und zum Auto gehen will. Die andere sagt ziemlich laut: “Vergiss nicht Pay-TV zu bezahlen!” und beide lachen total fröhlich los.

 

12. April 2004  Zurück von der holländischen Nordseeküste. Kalter Wind, frische Seeluft, Möwengeschrei, Schiffe und viel Zeit.







17. März 2004

Die lange Wise Guys Totalnacht im Februar hat ihre Spuren hinterlassen. Anette sah danach ziemlich fertig aus und musste von einer Betreuerin begleitet werden. Inzwischen hat sich das alles aber wieder weitgehend normalisiert. Außerdem ist Karneval vorbei.









1. Januar 2004   Wir wünschen ein schönes Jahr 2004!!

Wir haben ein wundervolles Silvester verbracht. Die Nähmaschine unter dem Weihnachtsbaum hat es mir ermöglicht ein wirkliches Traumkleid anzufertigen. Mein Mann zeigte sich sichtlich zufrieden. Die Kinder wollten mit ihren neuen Hosen nicht mit auf’s Bild.


Es ist zu befürchten, dass ich auch im Jahr 2004 in gewohnt seriöser und objektiver Weise Berichte schreiben und Kommentare ablassen werde. Na, dann....


OK - das mit dem Kleidernähen war nicht ganz richtig. Wir haben Silvester auf einer Rheinbrücke verbracht und dort die typische, kölsche Gelassenheit erlebt. Das Feuerwerk fing nämlich schon um halb 12 an und legte um Viertel vor 12 so heftig los, als wäre schon Mitternacht. Im Endeffekt hatte man auf diese Weise viel länger was davon. Ansonsten: Pfeifende Böller, kalter Wind, tutende Schiffe, ganz viel Feuerwerk und ein Dom, der langsam im Nebel verschwand. Schön!


































3. Dezember 2003
Bastian zeigt in der Deutscharbeit, wie man etwas in einem Satz erklärt:

“Meiner Meinung nach ist der Sinn der Fabel der, dass
man nicht versuchen sollte sich bei jemandem einzuschmeicheln,
sondern lieber versuchen sollte sich mit jemandem anzufreunden,
da wenn man sich bei jemandem einschmeichelt, dieser jemand
es herausbekommen könnte und es einem dann heimzahlen könnte,
jedoch, wenn man befreundet ist, kann man sich auch Sachen teilen
und das ist nicht schlimm, wie wenn man etwas alleine bekommt,
indem man jemanden ausnutzt.”

Kommentar des Lehrers: “Achte bitte in Zukunft darauf, Bandwurmsätze zu vermeiden!”
Kommentar seiner Mutter (ironisch): “Prima! Du kannst ja mal meine Berichte schreiben!”
Kommentar von Bastian (einsichtig grinsend): “Den Satz kannst du ins Internet setzen!”


 

1. Dezember 2003
Immer noch lege ich Wert darauf, dass meine Kinder nicht größer sind, als ich!
(Bitte nicht in den unteren Bereich des Bildes gucken!)




2. September 2003 Wir waren im Heidepark und sind mit dem Colossos, der höchsten Holzachterbahn der Welt gefahren. Wahnsinn! 60 Meter Höhe, Sturz mit 120 km/h und das Gefühl zu fliegen.

                                                  1. Fahrt mit dem Colossos

                                                    9. Fahrt mit dem Colossos

(Es war super schwer bei dieser Geschwindigkeit und dem riesigen Spaß gelangweilt zu gucken, während man gerade vom Sitz abhob und am liebsten lachend geschrieen hätte!)


 

12. September 2003  Das war wieder mal typisch. Vor unserem Extrem-Kurzurlaub dachte ich, dass es nicht schaden könnte, das Gartentor mit einem Zahlenschloss zu sichern. Es hing offen und griffbereit daneben, wurde aber schon seit langer Zeit nicht mehr genutzt. In dem Moment, in dem ich es zusammensteckte und die Zahlen mit Schwung verdrehte, überlegte ich kurz, dass es ja witzig wäre, wenn ich mich jetzt nicht mehr an die Nummer erinnern könnte. Tja, jetzt habe ich ein Schloß am Tor, dass es sicher verschließt. Sieht nett aus und geht nicht mehr ab, weil ich mich nicht mehr an die Nummer erinnern kann.




 

12. August 2003   Nach einer Woche harter Arbeit bei bis zu 40 Grad Sommerhitze sind Küche, Schrank und Anette fertig. Während die Küche und der Schrank wie neu aussehen, hat Anette sichtlich gelitten und freut sich jetzt erstmal auf entspannte Tage am See. Hier ein Foto von der Küche mit Schrank. Von Anette gibt es verständlicherweise keines.



 



6. August 2003    Eine Hitzewelle über Deutschland und viele drehen durch. Vorgestern nacht fiel ein beklopptes Eichhörnchen im Garten ein Meerschweinchen und ein Kaninchen an. Nur durch mein beherztes, zielgerichtetes Eingreifen (ich lief laut rufend und leicht bekleidet zum Gehege, um dort ins Dunkle zu stieren, wild mit den Händen zu fuchteln und “Hey!! Raus da!” zu brüllen) konnte ich Schlimmeres verhindern. Falls mich jemand dabei beobachtet und nichts von dem verursachenden Eichhörnchen mitbekommen hat, .... naja.
Außerdem stehe ich seit zwei Tagen in meiner Küche und versuche die Farbe schneller zu verteilen, als sie trocknet. Und sie trocknet, sobald sie aufgetragen wird. Anstatt jetzt aber einfach mit Schwimmzeug an den See zu fahren und die Küche irgendwann mal zu renovieren, schleppe ich Türen durch die Gegend, pinsel wie wild in dreifachem Tempo, tropfe blaue Farbe auf die frischgestrichene weiße Wand und fluche zwischendurch schwitzend. Völlig bekloppt, aber trotzdem irgendwie gut.





 

27. Dezember 2002   Ein Tag im Phantasialand mit viel Spaß für unser Geburtstagskind.

(Nachdem wir Thomas gelobt hatten, weil er seine Angst vor der Achterbahn überwunden hatte, sah der furchtlose Bastian seine Chance gekommen.
Bei der nächsten Runde mit der Achterbahn  passierte er die Fotoschranke mit gestellt panischem Gesichtsausdruck. Extrem überzeugend, aber völlig falsch, weil er überhaupt keine Angst beim Achterbahnfahren hat. Unser Lachanfall, als wir am Ausgang überraschend das Foto sahen, war heftig.)








14. Dezember 2002   Mein neuer Herd war gerade eingebaut, da las ich den Warnhinweis in der Bedienungsanleitung:

“Bitte achten Sie darauf, dass Sie nicht mit scharfkantigem Schmuck (Diamantring) die Oberfläche der Glaskeramik zerkratzen.”


Und wie soll ich jetzt kochen? Etwa immer vorher umziehen und mit Jeans und T-Shirt am Herd stehen???








 

22. September 2002 Bastian lässt sich die Haare wachsen und wird ständig angemacht. Auch sein eigener Vater fragt immer wieder, wann er sie wieder ordentlich schneiden lässt. Jugendfreunde von Rüdiger schickten jetzt freundlicherweise ein Bilddokument, das alle Argumente zunichte macht. (Sie hatten bestimmt Spaß!)





                                           







                Bastian, 11 Jahre alt
                                
















              Rüdiger, 12 Jahre alt




8. Juli 2002 Die Kinder machen Ferien bei Oma und Opa. Beim Frühstück wissen sie nicht genau was “Eier abschrecken” bedeutet. Oma versucht ihnen einen Tipp zu geben: “Was macht denn die Mama mit den Eiern, wenn sie die gekocht hat?” Bastian, wie aus der Pistole geschossen: “Jonglieren!”  (Das stimmt übrigens.)

 

22. Juli 2002  Japanischer Abend. Nachdem wir in der letzten Woche leckeres Sushi probiert hatten, wollten wir es unbedingt auch mal selber machen. Wir wühlten uns durch einen Asia-Laden, konnten den größten Teil der meist ausführlich mit asiatischen Schriftzeichen erklärten Waren nicht identifizieren, erkannten getrocknete Tintenfische und winzige Babyfische, die Salad-fish genannt wurden, indische Knorr-Suppenwürfel und fanden schließlich alle Zutaten, die wir für unser Sushirezept brauchten. Bastian entdeckte sogar eine Packung mit aufgedrucktem Katzenkopf und fragte erstaunt: “Katzenfleisch??”, aber es waren nur Räucherstäbchen.


Zu Hause bereiteten wir alles sorgfältig vor, kochten den Spezial-Sushi-Reis, besprenkelten ihn mit Original-Reisessig, legten die Original-Seetangplatten auf die Original-Bambusmatte, strichen die nach Rezept angerührte Wasabipaste darauf, legten Gurken, Möhren und rohen Fisch in schmalen Streifen dazu und rollten alles zu recht original aussehenden Rollen. Diese wurden in Stücke geschnitten und wir freuten uns, weil es fast so wie das Original, auf jeden Fall aber sehr lecker aussah.

Nach den ersten Probebissen, bei denen sich unser Original-Seetang als unglaublich zäh und bißfest, die Wasabipaste als höllisch scharf, der Reis als klebrig und der rohe Fisch als einzig Leckeres heraustellte, bemerkte Bastian sehr treffend: “Dafür dass es so scheiße schmeckt, war es ziemlich teuer.” Dabei hatten wir uns genau an das Rezept gehalten!! Weil keiner mehr weiteressen wollte, kippte ich die Zutaten kurzerhand mit einer kleingeschnittenen Zwiebel in eine Pfanne, briet alles kurz an, würzte schön asiatisch und wir stürzten uns mit Freude auf das endlich leckere Essen. Gebratenes Sushi, vielleicht nicht ganz original, aber trotzdem gut.

Zur Krönung fiel mir anschließend die 1-Liter-Original-Sojasaucen-Flasche herunter und spritzte Wand und Decke mit dunklen Sojaspritzern voll. Ein ewiges Andenken an unseren japanischen Abend. Sushi essen wir ab jetzt lieber wieder woanders.
   


 

19. Juli 2002 Achtung! Der Genuß von reifen Honigmelonen kann das Aussehen eines Menschen verblüffend verändern!
(Besonders wenn der 11 Jahre alt ist, Sommerferien und Langeweile hat.)








12. Juli 2002  Wir gehen ins Kino und haben ein sensationelles Erlebnis: Im Kinosaal sitzen wir ganz alleine, kein weiterer Besucher kommt, um den Film zu gucken. Bastian grinst: “Ich glaube, alle Leute außer uns haben schon ‘Ice Age’ geguckt!” Der Film beginnt, wir legen die Füße hoch, geben blöde Kommentare ab, lachen laut und haben extrem viel Spaß. Wie zu Hause, nur mit größerem Fernseher. Total Klasse!! (Außerdem kaute niemand ätzend laut Popcorn oder knabberte mit offenem Mund an Tacos, eine Geräuschkulisse, die uns schon manches Kinoerlebnis verdorben hat. Wir fordern: Eßfreie Kinosäle!!)  



27. Mai 2002  Zum Geburtstag habe ich von lieben Freunden (wartet ab!!) einen Korb mit nützlichen Sachen bekommen. Thomas sieht sich alles genauer an und fragt verwundert: “Was ist das denn? Reife-Haut-Konzentrat???” Bastian sagt ganz liebevoll: “Das braucht sie nicht!” Ich blicke ihn dankbar lächelnd an, ist er nicht ein Schatz?, da grinst er: “Da KANN man nichts mehr retten!!”

 

8. Mai 2002  Sehr oft finden wir spät abends den fest schlafenden Bastian in einem der Elternbetten vor. Er muß dann immer geweckt werden, um völlig verschlafen in sein eigenes Bett zu wanken, denn ich habe auch keine Lust ständig in seinem Hochbett oder auf dem Sofa zu schlafen. Gestern fand ich ihn wieder im falschen Bett, und diesmal hatte er mit einer dicken Metall-Gliederkette seine Füße fest aneinandergefesselt und alles mit einem Karabinerhaken gesichert. Neben ihm lag ein Zettel, auf dem stand: “Ich kann nicht weg, ich habe Ketten an den Füssen!”
(Er hat mir übrigens selbst vorgeschlagen diese Geschichte hier aufzuschreiben, allerdings soll ich nichts von der Knoblauch-Sache erwähnen. Das mach ich auch nicht.)    


 

4. April 2002  Da soll nochmal einer sagen, als Hausfrau hätte man kein spannendes Leben! Von wegen. Hochspannung, Nervenkitzel und Krimi pur! Das Verbrecherleben live und direkt vor meinem Küchenfenster!! Beim Arbeiten in der Küche sehe ich aus dem Augenwinkel heraus, dass sich draußen etwas bewegt. Eigentlich nichts Besonderes, aber irgendwie doch anders als sonst. Ich blicke etwas genauer hin und erstarre. Eine weibliche Person geht auffällig langsam ganz dicht am Nachbarhaus entlang und drückt sich dabei hinter die Büsche. An einem großen Fenster bleibt sie stehen, halb verborgen durch einen dicken Busch. Was soll ich tun? Spioniert sie das Haus nur aus, sucht sie nach einer Möglichkeit das Fenster aufzuhebeln oder ist sie gleich, schneller als ich gucken kann, durch das aufgebrochene Fenster ins Haus eingestiegen? Ich merke wie mein Herz schneller schlägt und gehe sicherheitshalber einen Schritt zur Seite, damit sie mich hinter meinem Fenster nicht entdecken kann. Polizei! Ich muß die Polizei anrufen, aber besser erst, wenn sie schon was macht. Oder lieber sofort? Immerhin steht sie schon mitten im Blumenbeet und guckt sich auffällig intensiv das Fenster an. Wenn ich der Polizei später erzähle, ich habe gewartet bis sie drin war, halten die mich für ganz schön blöd. Was mach ich nur? In diesem Moment hebt die fremde Person den Arm, ich halte die Luft an und beobachte angespannt wie sie einen kleinen blauen Eimer auf das Fensterbrett stellt, mit dem anderen Arm einen Wischer hochnimmt und mit kurzen, energischen Bewegungen die Glasscheibe einseift. Einbrecher putzen keine Fenster von außen!! Es scheint eine neue Putzfrau zu sein und ich kriege, verborgen von meiner Küchengardine, einen Lachanfall. 

 

25. Januar 2002 Nicht nur ich, auch die Kinder sind seltsam! Seit gestern lag eine kleine, zusammengeknüllte Plastiktüte auf der Fensterbank im Flur, in der irgendjemand seine Schätze verstaut hatte. Niemand kümmerte sich darum. Heute rief ich dem nach draußen eilenden Bastian nach: “Sag mal, ist das deine Tüte?” Er kam eilig zurück, warf einen kurzen Blick darauf “Ja”, und stürmte wieder los. “Was ist denn da drin?” rief ich hinterher. Er stoppte, blickte sich entnervt um und sagte, als sei es das Selbstverständlichste auf der Welt: “Alte Kartoffeln.” Ein Blick in die Tüte zeigte, dass diese Angabe der Wahrheit entsprach. Es waren zwei müffelnde, zu schwarzem Matsch zerfallene Kartoffeln. Hoffentlich nicht der Anfang einer neuen Sammelleidenschaft! Ich entsorgte sie sofort und werde ab jetzt sehr vorsichtige Blicke in alle umherliegenden Tüten werfen.


 

21. Januar 2002 Thomas, 6. Schuljahr, Gymnasium, schlappt während der Mathe-Hausaufgaben ab und konzentriert sich nicht mehr richtig. Ich frage ihn: “Wie willst du denn mal vierstündige Klausuren schaffen?” Verständnisloser Blick von ihm und ein empörtes: “Das habe ich doch gar nicht vor!!”


 

17. Januar 2002 Obwohl ich immer laut verkünde, dass wir uns ganz schnell an den Euro gewöhnen werden, scheine ich selber die größten Probleme damit zu haben. Zur Zeit könnte man mir wahrscheinlich jedes bunte Papier mit Zahlenaufdruck als ‘Euro’ andrehen und ich würde es sofort glauben. Selbst der Name der neuen Währung macht mir Schwierigkeiten. Nachdem ich die Scheine jetzt schon mehrfach als ‘Gulden’ bezeichnet habe (in Holland sahen die auch immer so aus!), kam gestern die Krönung als ich sagte: “Hier liegen noch zehn Taler.” Taler????


 

30. Dezember 2001 Wir sind mit mehreren Leuten auf Silvesterfahrt und kochen abwechselnd. Natürlich macht die Geschichte mit meinen angebrannten Pizzas (siehe 18. Nov) die Runde, und als mir beim Rühren versehentlich etwas Chili con carne auf die Herdplatte tropft und qualmend verbrennt, fragt Thomas von weit hinten aus dem Wohnzimmer sehr laut: “Es riecht hier so angebrannt. Kocht meine Mutter?”

 

17. Dezember 2001 Gestern habe ich mehrere Eimer Wasser in unseren Hof gekippt, um den Kindern mal eine ordentliche Eisbahn anzulegen. Das Erste, was ich heute morgen gemacht habe: Mich auf dem spiegelglatten Boden fast auf die Nase gelegt, weil ich es völlig vergessen hatte! Aber dann (Mann und Kinder waren aus dem Haus), legte ich los und schlidderte mit wachsender Begeisterung die Bahn noch glatter als glatt. Wow!! Wie gut, dass ich noch nicht erwachsen und seriös bin, dann würde mir eine Menge Spaß entgehen! 

 

18. November 2001 In letzter Zeit habe ich mal wieder sehr viel zu tun und so schiebe ich öfter mal eine Fertigpizza in den Ofen. Natürlich vergesse ich die fast jedesmal und renne im letzen Augenblick mit einem Aufschrei zum Herd. Die Pizza ist dann immer ziemlich braun und sehr knusprig, aber es geht so gerade noch. Heute war wieder eine Pizza im Ofen und ich schickte Bastian früh genug hin, um nachzusehen, ob sie schon fertig war. Er kam wieder und sagte: “Ich kann das nicht genau beurteilen. Ich kenne die nur in angebrannt!” 

 

24. Oktober 2001  Mittwochmorgen, Anette beim Zahnarzt. (Es spricht nur der Zahnarzt, Anette ist durch Absaugschlauch und Watterollen ruhiggestellt)
“Ach, da sehe ich gerade, dass die alte Füllung einen kleinen Riss hat. Das machen wir doch mal eben ganz schnell. *bohrrrrrrrrr* Na, was ist das denn? *bohrrrrrrrr* Da hat sich doch tatsächlich ein Karies versteckt! Und da noch einer. *bohrrrrrrrr* *bohrrrrrrr* Geht’s noch?? *bohrrrrrr* Da sieht man mal wieder, was man unter alten Füllungen finden kann. *bohrrrrrr* Ist alles ganz weich.  *bohrrrrrrrrrrrrr* Ohje, da sieht man schon den Nerv kommen. Na, hoffentlich geht das gut! *bohrrrrrr* *kratz* Das sollte man mal als Beispiel für die Patientenkartei festhalten. Es tut nichts weh und ist trotzdem alles kaputt. *pust* Ich glaube das war’s. Da paßt jetzt aber ‘ne Menge Füllung rein. Wenn wir da dann mal eine Krone draufsetzen, kann ich das wie Zahnmaterial schleifen.  *stopf* *stopf* *klopf* *schleif* So, ich hoffe Sie bekommen keine Probleme mit dem Nerv. War ja leider nahe dran. Ansonsten kommen Sie und wir machen eine Wurzelbehandlung. Der Zahn wird dann hoffentlich zu erhalten sein. Der ist dann zwar tot, aber... Lassen Sie sich für den Backenzahn bitte einen neuen Termin geben! Den machen wir dann beim nächsten Mal.”

 

18. Oktober 2001 Bei einer Fahrt am Rhein entlang konnten wir den Kindern zeigen, was der Vorteil einer umfassenden Grundschulbildung ist. Ganz lässig zeigten wir auf Burgruinen, nannten verschiedene Rheinsagen und es fiel kaum auf, dass wir nicht mal annähernd zusammenbekamen, um was es jeweils ging. Auch den Bingener Mäuseturm zeigten wir im Vorbeifahren (Wer fraß eigentlich wen und warum??) und die Kinder staunten über unser Wissen. Wenige Minuten später mussten wir unsere Angabe schnell korrigieren, denn erst da kamen wir am Bingener Mäuseturm vorbei. Na, die sahen sich nun mal ähnlich. Wir fuhren zufrieden weiter und stockten erst, als wir etwa 10 Minuten später nach Bingen kamen. Ähmm.... Die Kinder lachten vergnügt und freuten sich über ihre doofen Eltern. Seitdem ist alles aus. Kaum kommen wir in Rheinnähe, rufen feixende Kinderstimmen von der Autorückbank: “Der Mäuseturm!!” und zeigen auf alles, das irgendwie hochkant aussieht. Hochhäuser, Fabrikschornsteine, Strommasten, bei Doppeltürmen rufen sie sogar: “Zwei Mäusetürme!!!” und haben eine Menge Spaß. Und das Peinlichste: In Bingen führte die Straße kurzzeitig vom Rhein weg, und so haben wir bis heute zwar extrem viele Mäusetürme gesehen, aber noch keinen in Bingen.

 

2. September 2001 Die Kinder möchten ihren Computer aufgerüstet bekommen, sollen sich dafür aber (aus pädagogischen Gründen) mit Geld von ihrem Sparbuch beteiligen. Sie sind einverstanden und Rüdiger sagt: “Dann besorge ich alles und mache es euch fertig. Ist ja auch ein bißchen der Ersatz dafür, dass ihr dieses Jahr nicht in Urlaub wart.” Thomas grinst: “Das ist das erste Mal, dass ich für den Urlaub zahlen muß!”  (Damit hatte er natürlich schlagfertig den Nagel auf den Kopf getroffen und wir bekamen einen Lachanfall! Nützte ihm aber nichts, zahlen muß er trotzdem.)

 

22. Juli 2001  Wir spielen mit der Familie “Ich packe meinen Koffer und nehme mit...” Nach Zahnbürste, Sommer-Video-Clip und grüner Badehose ergänzt Bastian (10) lässig: “.... und eine sexy Bikini-Frau.” Rüdiger fragt verblüfft: “Wie kommst du denn darauf?” Coole Antwort: “Ich bin in der Pubertät.” 

 

31. Mai 2001 Rüdiger liest grinsend von der Wise Guys Homepage vor: “...das Team Dewitz!” und Thomas lacht sofort los: “Ihr seid doch kein Team! Ihr seid doch verheiratet!!”